Haferfresser

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 Die Haferfresser sind Pferde - was sonst!

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Auf dem Foto seht Ihr Farina und Melissa.

Melissa weilt leider seit Juni 2002 in den ewigen Jagdgründen. Sie hatte lange Jahre mit einem Sehnenschaden vorne rechts zu kämpfen. Und im Juni 2002 ging leider gar nichts mehr. Kein Schmied, kein Tierarzt konnte ihr mehr helfen. Und da war es für uns klar, sie sollte nicht lange leidern, wir haben sie erlösen lassen. Es war das einzig richtige, bestätigte uns hinterher der Tierarzt. Aber sie wird immer einen besondere Platz in meinem Herzen einnehmen. Meine Lotti, viel habe ich von ihr gelernt, 13 Jahre hat sie mich begleitet.

Als die Geschichte mit ihrer Sehne anfing und abzusehen war, dass sie nie wieder voll belastbar würde, habe ich im Herbst 1997 nach einem Nachwuchspferd Ausschau gehalten. Und habe schnell eins gefunden! Bei unserem damaligen Stallbesitzer auf der Wiese - Farina's Flirt. Damals war sie 2 und kannte und konnte nichts. Alles, was wir bis heute können, haben wir uns selbst erarbeitet. Mit Hilfe von guten Reitlehrern natürlich, sonst wäre wohl einiges schief gegangen. Nun ist sie 12 und wir sind ein eingespieltes Team, sie ist ein absolutes Verlasspferd - dabei aber alles andere als langweilig!

Farina als Jährling    

Im Februar 2004 bin ich mit Farina umgezogen. Dieser Stallwechsel hatte einen Futter- und Mineralfutterwechsel zu Folge, verbesserte Trainingsbedingungen und einen neuen Reitlehrer. Seitdem ist mein Pferd wie gewandelt. Locker, gut reitbar, macht prima mit. Das sowas so viel ausmacht, hätte ich mir nie träumen lassen. So macht reiten Spaß! Mittlerweile trainieren wir auf gutem L- ansatzweise M-Niveau. Wir stehen jetzt hier: www.reitanlage-felsenhof-schwelm.de
Wenn mir früher einer gesagt hätte, dass wir mal ZickZack-Traversalen reiten und Mitteltrab meine Lieblingsgangart wird, den hätte ich schallend ausgelacht!!!

Und natürlich gibt's da auch ein paar neue Fotos!

                                   
 
Turniere sind wir zwar 2004 nicht viele gegangen, aber unterwegs waren wir trotz allem immer mal. Erstmal waren da wieder 2 Heideurlaube und dann fahre ich auch gerne zum Ausreiten in die Haard. Traumhaftes Gelände dort - sehr empfehlenswert.
 
Hier mal ein paar News im Jahre 2005 - das war allerdings bisher nicht so ein tolles Jahr für uns *seufz*
Aber der Reihe nach. Mitte Mai, genauer gesagt am Pfingstwochenende hatte Farina plötzlich ein leicht angelaufenes Hinterbein - links. Das Turnier an dem Wochenende war sofort gestorben. Und da wir eine Woche später mit Farina wieder in die Heide und an die Nordsee wollten, kam auch der Tierarzt recht schnell. Erst war es besser, dann wurde es massiv schlechter, so dass ich den Urlaub bzgl. reiten schon schwinden sah, aber dann wurde es doch wieder besser. Und dank meines Tierarztes konnte ich im Urlaub auch fast ganz normal reiten. Aber dann am 29.05. hatte Farina auf einmal innerhalb von ein paar Stunden eine monsterdicke Backe! Ich dachte sofort an Backenzahn und sahh mich schon eine Tierklinik in Hamburg suchen. Aber sie war munter, hatte kein Fieber und fraß und so wartete ich ab. Und die Backe schrumpfte in den nächsten Tagen wieder. Allerdings blieb ca. 1/2 Pflaumengröße, wo sie auch leicht druckempfindlich war. Aber reiten ging problemlos. Dafür wurde das Hinterbein auch kurz vorm Ende des Urlaubs wieder leicht dicker. Nunja, somit kam mein Tierarzt direkt Anfang Juni, als wir wieder zu Hause waren. Das Bein machte ihm eigentlich kaum Sorgen. Es war zwar minimal dicker, aber nicht warm, nicht druckempfindlich, sie lahmte nicht. Aber die Backe beäugte er mit kritischem, leicht sorgenvollem Blick. Er vermutete sofort einen Backenzahn. Wir warteten noch eine Woche ab, aber es tat sich nichts. Und das hieß ab in die Klinik. Ich entschied mich für die Bergische Tierklinik in Heiligenhaus. Mittwoch, 15.06.2005 fuhren wir hin. Alles wurde sehr gründlich untersucht: geröntgt, Ultraschall gemacht, Maulhöhle untersucht. Aber man kam auf keine 100%ige Diagnose. Also musste ein CT her. CT bedeutet jedoch Vollnarkose, wovor ich ziemlich bammel hatte. Am 17.06. war es dann so weit. Narkose und erst CT und dann ab in den OP, der P3 oben rechts musste raus, eine Wurzelspitze war übel entzündet. Am 22.06.2005 durften wir wieder nach Hause. Ab da kam mein Haustierarzt wieder, zweimal wöchentlich, jedes Mal musste Farina sediert werden, damit wir das Zahnfach gut spülen und säubern konnten. Am 02.07. bekamen wir endlich grünes Licht, sie durfte wieder auf die Wiese! Das hat sie sichtlich genossen! Jedoch rannte sie mit ihrem Weidekumpel am nächsten Tag direkt so doll über die Wiese, dass ich die beiden nach 1/2 Std. schweißnass reinholte. Das Resultat hatte ich dann am nächsten Tag - das linke Hinterbein war wieder richtig dick geworden! Also wieder mit Tierarzt und auch mit der Klinik telefoniert. Und am 25.07. bin ich dann wieder mit ihr in die Klinik, nun lag das Hauptaugenmerk auf dem linken Hinterbein. Aber weder Ultraschall noch Röntgenbilder gaben eine Diagnose. Nur das Gewebe um die oberflächliche Beugesehne drumrum war geschwollen. Wohl durch ein stumpfes Trauma, wie die Fachleute gerne sagen. Wahrscheinlich hat sie sich Mitte Mai auf ihrem Paddock gewälzt und gestoßen. Die Lympgbahnen sind beschädigt und bis diese heilen, vergeht eine Zeit, sie sind sehr empfindlich. Beim Vortraben auf dem harten Betonzirkel lahmte sie jedoch dann plötzlich auch noch vorne. Da hätte ich echt heulen können. Aber, es taten ihr wohl nur die Füße weh. Sie hat jetzt vorne Eisen und läuft viel besser damit. Und da wir einmal da waren, wurde auch nochmal das Zahnfach begutachtet. Es heilte recht gut, nur ein kleiner, fieser Trichter hatte sich gebildet. Dieser wurde nochmal "angeritzt", so dass es blutete und dadurch die Granulation angeregt wird, sprich die bessere Heilung. Aber wir bekamen auch das OK, wir durften gaaaaanz langsam wieder anfangen zu reiten, denn das Hinterbein war immer noch ohne Lahmheit, ohne Druckempfindlichkeit, ohne Wärme - was haben wir uns gefreut. Nach 3 Wochen sollten wir wieder kommen und nach 3 Wochen sollten wir bei ca. 1/2 Std. locker vorwärts/abwärts reiten sein. Das waren wir auch, als wir am 17.08.2005 also erneut nach Heiligenhaus fuhren und dort dann das endgültige OK für "richtige" Arbeit bekamen! Langsam und dosiert natürlich zu anfangs, aber in ca. 3 Wochen sollten wir wieder bei vollem Pensum sein - vorausgesetzt, es gäbe keine Rückschläge. Aber bisher gab es die nicht, das Fienchen läuft wie ein DullDopp, schnurrt wie ein Kätzchen, will richtig arbeiten. Einfach Klasse! Mal sehen, was das restliche Jahr 2005 für uns bringt. Die Turniersaison ist gelaufen - ohne uns. Aber in die Haard wollen wir noch! Das muss einfach noch sein!
In der Haard war ich sogar noch 2 mal - aber das war auch schon fast alles für 2005. Nachdem wir Ende August wieder das OK für volle Arbeit bekamen, stieß Madam sich noch hinten rechts das Fesselgelenk. Folge war Bluterguss, der ins Gelenk zog, sie lahmte und war wieder außer Gefecht - wenn auch diesmal nur für 8 Tage. Ende September waren wir in Urlaub. Da konnten meine "Vertretungen" 10 Tage realtiv normal reiten. Wir kamen wieder, ich war am 3.10. noch in der Haard und seit dem 5.10. lahmt sie wieder. Und bis wir da raus hatten, was die Ursache war/ist, dauerte geraume Zeit. Mitte Oktober war ich in der Klinik, aber da war's der berühmte Vorführeffekt, Pferd lief fast klar. Daraufhin haben wir nicht viel gemacht, nochmal knapp 14 Tage weiter Schritt, dann wieder antraben und schauen. Erst schien es OK zu sein, ich habe in der ersten Euphorie auch gleich geschoren - und bekam die Klatsche! Pferd lief nach 5 Tagen wieder stockelahm. Also wieder in die Klinik. Und diesmal habe ich sie nicht eher geholt, bis wir wussten was Sache war! Fette Sehnenscheidenentzündung vorne links am Fesselgelenk. Es war nicht einmal was warm oder dick oder sonstwas, kein Röntgenbild, keine Beugeprobe ergab was. Daher war es die berühmte Nadel im Heuhaufen. Naja, nun sind wir definitiv bis Ende Dezember zum Schritt gehen verbannt. Am 28.12. fahren wir zur Nachkontrolle in die Klinik. Hoffentlich ist's dann ausgestanden. Das Jahr 2005 wird Silvester eindeutig zum Teufel gejagt - voll frustrierend!!!
 
Naja, aber ein paar Fotos aus Juni 2005 will ich noch zeigen. Die sind von einer "Stallfreundin" gemacht worden und sind wirklich klasse geworden! Da war sie halbwegs fit, vor dem ersten Klinikaufenthalt, vor der Zahn-OP.
   
 
2006
Am 28.12.2005 war ich nun wieder mit ihr in der Klinik. Und was kam bei raus? Sie lahmte immer noch! Echt frustrierend! Sie haben das linke Vorderbein nochmals ganz genau untersucht, aber da war einfach nichts zu finden. Die Ärzte dort strichen die Segel, wollten mich nach Burg Müggenhausen zu Dr. Nolting zum MRI schicken. Klasse - das kostet pie mal Daumen 1000€!!! Aber erst habe ich das mit meinem TA hier zu Hause besprochen. Der hatte die Idee, dass ja egal, was bei welcher Diagnose auch rauskäme, es behandelt werden müsse. Und er schlug vor, erstmal das Medikament zu wechseln. So bekam sie 3 Wochen lang Prednisolon, ein Cortisonpräparat. Erst hochdosiert, zum Schluss langsam ausschleichend.
Parallel hatten mir die TÄ in der Klinik aber gesagt, dass Farina ein extrem verspanntes Pferd sein, was gar nicht richtig vorwärts laufen wollte. Sie rieten zu Chirotherapie, Akupunktur. So rief ich am 4.1.2006 Frau Lamboy aus der Praxis von Dr. Guray an. Und sie kam direkt am 11.1.2006 - und hat wahre Wunder bewirkt mit der Kombination von Ostheopathie und Akupunktur! Farina war aber auch wirklich von vorne bis hinten total verspannt und blockiert. Kiefer, Genick, Halswirbel, vorne links, Lendenwirbel und ganz massiv hinten rechts die Hüfte und das Kreuzdarmbein. Alle Blockaden wurden gelöst/behoben und zusätzlich wurden Akupunkturnadeln zur Entspannung gesetzt. Und man konnte sehen, wie sie entspannte. Und solch massive Blockaden hinten spiegeln sich immer diagonal vorne wieder. Hinten rechts zu vorne links passte also 100%ig! Nach 3 Wochen kam sie wieder und wiederholte das ganze. Und das war's auch! Diese Blockaden müssen über Monate bestanden haben - schätzungsweise seit Mitte September - und die Sehnenscheidenentzündung vorne links war eine Folgeerscheinung. Sie war das Opfer, nicht der Verbrecher, wie Frau Lamboy sagte.
Seit dem 18.01.2006 läuft sie wieder! Und sie läuft wie ein Dulldopp!!! WAHNSINN! Noch nie habe ich mein Pferd so locker, so fleißig, so schwungvoll laufen sehen! Die ersten Tage war's noch was holprig, sie musste sich ein bissl einlaufen. Aber dann als sie merkte, dass ja nichts mehr weh tat, dann legte sie den Turbo ein und war nicht mehr zu bremsen!
Langsam haben wir die Arbeit gesteigert und nun Ende Februar/Anfang März reiten wir auch wieder im Unterricht mit. Was ein Genuss! Nach fast 9 Monaten Abstinenz! Und alle anderen bestätigten, Farina laufe wie neu! Es macht sooooooo'n Spaß!!!! Unsere Lieblingsübung? Im Mitteltrab über die 60-er Diagonale schweben! Einfach nur geil!!!
 
So, mittlerweile haben wir Juni 2006 und der Anfang der ganzen Krankheits-Odysse liegt nun fast 1 Jahr hinter uns. Ende Mai haben wir wieder 2 geniale Reitwochen in der Heide auf dem Rehrhof verbracht - Reiten, was das Zeugs hält!
Auf Turnieren waren wir auch schon - das wird so ganz langsam. Leider sieht sie noch hinter jeder Blume kleine Monster lauern. Bei Bayer-Leverkusen ist sie dann sogar über die Absperrung - das kleine, weiße Zäunchen - einfach nach draußen gesprungen. Megapeinlich - aber ich kann drüber lachen, kann' ja eh nicht ändern ;o))
Und im August fahre ich nochmal für eine Woche in die Heide - Pferde-Weiber-Heide-Reiten-Woche!!! Was will man - Frau - mehr?!?! Hier noch ein Foto vom Heide-Mai-Urlaub:
 
06.07.2006
Da habe ich so geunkt neulich und nun lahmt Farina mal wieder - wieder vorne links - es darf nicht wahr sein!!! TA war da, aber es nichts großartig heiß oder dick (kommt uns ja bekannt vor). Also bekam sie 10 Tage Hippopalazone und nur Schritt in der Führanlage. Zum Glück ist sie mit ihrem Weidekumpel Corado immer sehr ruhig draußen, so dass sie weiterhin morgens früh auf die Wiese durfte. Nach 14 Tagen war es zwar etwas besser, aber nicht weg. Also musste Frau Lamboy wieder her! Und sie hat auch 'ne Menge gefunden. Auf jeden Fall was akutes im unteren Bereich des Beins - Fessel und Umgebung. Aber dadurch halt im oberen Bereich auch wieder massig Blockaden und Verspannungen. Farina tat die Behandlung/das Checken zu anfangs so weh, dass sie versucht hat, Frau Lamboy mit angelegten Ohren zu beißen. Aber es ist toll zu sehen, wie sich das während der Behandlung ändert, wie entspannt sie wird. Sie ist guter Dinge, es in den Griff zu bekommen, aber auf alle Fälle will sie in 2 Wochen wieder kommen. Bis dahin sollen wir viel Schritt reiten, auch mal ein bissl traben. Sie dürfte sogar noch weiterhin lahmen. Aber es könnte auch sein, dass es nach ein paar Tagen gut ist. Wir warten mal ab, ich bin zuversichtlich, dass sie uns helfen kann. Denn im Winter hat sie bald wahre Wunder vollbracht, wo kein TA drauf gekommen wäre.
 
15.07.2006
Langsam wird sie (Osteopathin) mir echt unheimlich! Alles ist wieder so eingetreten, wie sie es vorhergesagt hat. Erst wurde es letztes Wochenende schlimmer. Ich war echt gefrustet, es fühlte sich grausam an. Aber es wurde von Tag zu Tag besser. Donnerstag habe ich sie kurz an die Longe genommen und es sah von unten schon viel besser aus. Freitag geritten: rechts fast gar nichts mehr, links noch ein bissl. Aber sie will laufen, will sich bewegen - darf sie nun auch. Mittwoch kommt sie wieder, bin seeehhhr gespannt, was sie zu uns sagt.
 
01.08.2006
Es hat zwar noch ein paar Tage gedauert, aber sie hat es wieder hinbekommen! Waaahhhnsinn!!!! Fast wie angesagt. Zuerst war ich ein wenig ungeduldig, aber letzte Woche ist der Knoten geplatzt, Farina läuft wieder! Gerade noch rechtzeitig, dass ich sie wieder so weit antranieren kann, damit wir am 12. August zusammen mit den anderen in die Heide fahren können. Busch ist da eh erstmal das beste - viel geradeaus. Jetzt können wir uns so richtig drauf freuen!
 
Und natürlich war die Heide-Weiber-Pferde-Woche genial! Auch wenn das Wetter wieder nicht so 100%ig mitgespielt hat - 2 mal sind wir ordentlich nass geworden. Aber es war klasse und wir 4 "Schnitten" haben uns die ganze Zeit bestens verstanden und nicht einmal angezickt - jaaawooohhhl.....
 
Und zu Hause sind noch ein paar schöne Fotos entstanden. Eigentlich wollte ich da longieren. Musste aber meine Zeitplanung umstellen, Madam war ja sooooo müüüüüde, wollte nicht aufstehen.
                          
Herbst 2006
Eigentlich  gibt es nicht viel neues zu berichten. Es geht uns gut, es geht uns sehr gut! Farina schnurrt wie ein Kätzchen, läuft wie ein Dulldopp. Wahnsin! Das Reiten macht so viel Spaß wie noch nie. Und hätte mir vor 3 Jahren einer gesagt, dass wir mal Zick-Zack-Traversalen und fliegende Galoppwechsel üben und Mitteltrab meine Lieblingsgangart ist, den hätte ich für vollkommen bescheuert und durchgeknallt gehalten und schallend ausgelacht. Ein großes Lob an unseren Reitlehrer, er ist spitze!
 
 
 
Weiter geht's mit 2007 ....
Eigentlich gibt's nicht viel neues zu berichten. Wir haben mal die fliegenden Wechsel in Angriff genommen - uff! Das fällt uns aber verdammt schwer! Von rechts nach links klappt es eigentlich ganz gut, von links nach rechts nur leidlich. Da macht Madam sich eher einen Knüpp inne Füße!
Am 15.01.2007 lahmte sie auf einmal - wieder so komisch, dass man nicht sagen konnte, woher es kommt. Wieder nichts warm, nichts dick - gar nichts halt. Aber diesmal war ich schlau, habe gleich meine Osteo angerufen. Sie kam direkt am 20.01.2007 und fand so einiges. Beide Vorderfußwurzelgelenke blockiert und beidseitig die Hüfte. Sie muss eigentlich 'ne Grätsche gemacht haben. Aber die Zossen sprechen ja nicht mit einem *seufz* Aber Janine hat es wie immer flux behoben. Bei den Akupunkturnadeln stellte sie sich wie immer fürchterlich an und entspannte dann doch sofort, als sie steckten. Olle Hippe! 3 Tage Schritt große Linien, dann 3 Tage relativ normal reiten, aber viel v/a und große Linien. Und das war's dann auch wieder! Ich bau' ihr doch noch ein Denkmal - ehrlich! Ist zwar ärgerlich, dass sie immer wieder Probleme von hinten hat, aber mit der Osteopathie bekommen wir es ja immer wieder ganz schnell in den Griff - ein Glück! Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass diese immer wieder kehrenden Probleme von hinten irgemdwie mit der OP im Sommer 2005 zusammenhängen müssen. Das am Kran hängen und durch die Gegend fahren (OP, CT etc.) hat ihr wohl nicht so gut getan. Wer weiß, ob da nicht irgendwas ausgeleiert ist oder so. Naja, ich kann es ja leider nicht ändern.
 
 
Nun haben wir Mitte April 2007. Und was soll ich sagen ..... Fast genau 1/4 Jahr nachdem Madam sich das letzte Mal "verrenkt" hat, kommt sie wieder daher und läuft so "unrund" *grmpf* Und klaro, 2 Tage nachdem ich das erste Turnier genannt habe. Erst habe ich Panik geschoben, weil ich meine Osteo nicht an die Strippe bekam. Aber die Gute war in Urlaub - muss ja auch mal sein. Und zum Glück kam sie dann doch wieder recht flott. Und wie immer: kaum war die Blockade hinten rechts gelöst, stand Farina total entspannt und seufzte tief. So nach dem Motto "Endlich!" Vorne links war sie auch wieder blockert, wunderte mich aber auch nicht, kennen wir ja schon. Nun wieder wie immer eine Woche Geduld und dann dürfte es wieder gut sein. Bin da guter Dinge  Nee, was bin ich froh, dass ich meine Osteo habe. Was würde ich bloß ohne sie machen? Da käm doch kein normaler Tierarzt drauf - eigentlich leider .....
 
Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende entgegen, viel neues gibt es eigentlich nicht. Seit dem Spätsommer hat Farina nun auch hinten Eisen. Und ich muss sagen, das hat einen sehr positiven Schub gegeben. Sie läuft nun von Anfang an viel lockerer, fluffiger. Es ist weniger ein Lösen als ein Warmreiten geworden. Sonst war sie die ersten 10-15 min irgendwie was kantig, wesentlich fester im Rücken. Das ist jetzt quasi ganz weg. Ursprünglich waren die Hintereisen eigentlich für's vermehrte Buschreiten gedacht und ich wollte sie jetzt im Winter wieder abnehmen. Aber "never change a running system"! Somit blieben/bleiben sie drauf, da will ich jetzt nichts ändern.
 
So, nun ist es schon Juni 2008 und es muss mal wieder ein Aktualisierung her. Aber viel zu berichten gibt es nicht. Derzeit sind wir seeehhhr dressurfaul. Es fing irgendwo so Ende Februar an. Der Winter wollte und wollte nicht enden und mir ging die Halle mächtig auf den Zwirn. So sind wir nach und nach immer öfter in den Busch gegangen. Ab Ende März - Uhrumstellung! - dann noch mehr. Und so ist es bis heute. Derzeit gehe ich meist nur einmal die Woche ins Viereck. Oder mal so halbe halbe mit dem Busch. Und ich muss sagen, ich bin sehr erstaunt, wie fluffig mein Pferd ist. Nicht steif oder unwillig oder so. Gar nicht! Von Anfang an schön locker vorwärts-abwärts. Prima! In der Regel habe ich montags Stunde und die macht dann auch Spaß. Sicher, Versammlung ist vielleicht nicht so dolle, aber was soll's .... So macht es uns derzeit Spaß, das ist die Hauptsache!
Einen Heideurlaub im Mai haben wir auch wieder hinter uns - natürlich - ohne geht's nicht Und auch der war wie immer super-turbo-ober-affen-geil! Genial! Auch wenn diesmal leider nicht die langjährige Reitfreundin aus München mit war, sondern eine Freundin aus Langenfeld. Egal, es war super! Und es steht noch eine Heidewoche im August mit einer langjährigen Freundin aus Witten an. Ich freu' mich kaputt! Heide = Rehrhof ist und bleibt einfach traumhaft schön!
Anfang April war ich mit Farina mal beim Zahnarzt. Und zwar bei Dr. Nowak in Dülmen. Fazit: es kommt mir kein normaler/mobiler Zahnarzt mehr ans Pferd! Der Gute hat sich gut 2,5 Std. Zeit für uns genommen, war super gründlich, hat alles kontrolliert, dokumentiert und es kam eine Rechnung über € 151,00! Wahnsinn! Da kann man die mobilen Zahnärzte - zumindest die, die ich kenne - echt in die Tonne kloppen. Fließbandarbeit, 20 min, € 80,00. Steht wohl in keinem Verhältnis!
Meine Osteo war im April auch mal da, war aber eher Routine-Kontrolle. Nach ca. 1/2 Jahr wollte ich das so. Sicher, sie hat was gefunden, aber eher Kleinigkeiten.
Und witzig! Ich habe eine alte Freundin habe ich zum Ausreiten wieder gefunden! Hier im Internet über die Koppel! Die Welt ist doch klein. Beide haben wir festgestellt, dass wir im eigenen Stall oft alleine ausreiten - leider. Und so haben wir beschlossen, uns zusammen zu tun und jetzt öfters mal zusammen auszureiten. Sprich mal fahre ich zu ihr, mal kommt sie zu mir und die Haard haben wir auch mal ins Hinterstübchen gepackt. Klasse! Vor allem, weil wir uns eigentlich gut kennen, früher sehr lange zusammen in einem Stall gestanden haben. Die Pferde haben sich beim ersten gemeinsamen Ritt auch sofort wieder erkannt, Wahnsinn - nach über 4 Jahren.
 

Anfang Juni ging es ihr jedoch leider sehr schlecht. Es wurde recht warm und vor allem recht schwül dabei, das machte ihr arg zu schaffen. Es gab Tage, da konnte ich nicht mal ans Reiten denken, sie schluffte am Strick hinter mir her. Eine Miteinstallerin erzählte von einer Tierärztin, die sich als Heipraktikerin weitergebildet hat - also nun zweiglasig fährt. Bingo! dachte ich. Endlich mal jemand, der über den Tellerrand schaut! Als die Dame am Stall war, schloss ich mich an den Termin an. Himmel! Es war der größte Reinfall meines Pferdelebens! Kein "Guten Tag", kein "Auf Wiedersehen", nur rumgenörgel, komische Kommentare. Man behandelte mich wie ein kleines Schulkind, total von oben herab. Das ging echt gar nicht! Habe die eine Behandlung "mitgemacht", aber mir war schnell klar, dass das nichts wird und die Behandlung dann abgebrochen. Da es ihr aber nicht besser ging, bin ich kurz darauf in die Klinik gefahren. Am 18.6. war ich bei Dr. Cronau in Bochum - und habe mich da sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich habe zum Einen die Sache mit der Luft abklären lassen. Es wurde eine Brochioskopie mit Schleimprobe gemacht. Wirklich viel neues kam nicht bei raus, aber es war echt fällig, damit ich endlich mal richtig bescheid weiß. Ergebnis: chronische Bronchitis. Wir haben hochdosiert über 4 Wochen Prednisolon gegeben. Sprich 4 Wochen lang täglich morgens früh 11 Tabletten. Dann langsam abgesetzt, ausgeschlichen, jeden zweiten Tag 1 Tablette weniger. Ich hatte und habe ein gutes Gefühl, es ging ihr recht schnell besser. Hoffentlich hält es auch länger sprich nächstes Jahr an. Die Tierärzte meinten, die Chancen stünden nicht schlecht.

Zum Anderen lief sie just zu der Zeit mal wieder komisch unrund, so dass ich das auch in Bochum habe klären lassen. Schritt und Trab an der Hand geradeaus und auf Zirkel auf hartem Boden. Kaum Lahmheit, ab und an ein paar unregelmäßige Schritte. Dann das ganze auf weichem Boden an der Longe. Ebenfalls nur ganz minimal ein paar Schritte dabei. Die Tierärzte tippten recht schnell auf den Rücken und wurden da auch fündig. Beim Abtasten ging Madam in die Knie und wurde arg garstig. Sie hatte definitiv arge Rückenschmerzen. Also wurden 3 Röntgenbilder vom Rücken gemacht. Kissing Spines wurde schnell ausgeschlossen. Dafür jedoch an 4 Lendenwirbeln direkt hinter der Sattellage. Wie sagten die Tierärzte so nett: arthrotische Veränderungen. Sie zeigten und erklärten mir das ganz genau anhand der Röntgenbilder. Farina bekam einen Medikamentencocktail in den Rücken an jeden Wirbel gespritzt. Dann war 10 Tage longieren - am besten über Stangen - angesagt und der Sattel wurde optimiert, der war ein bissl zu eng. Nach diesen 10 Tagen war es noch nicht wirklich gut, mit Bochum telefoniert, Geduld haben. Es ging dann bergauf, wurde besser. Da es zwischenzwitloich nochmal rapide schlechter wurde, kamen die Tierärzte nochmal raus zu uns an den Stall. Aber das war der berühmte Vorführeffekt, an dem Tag war es viel besser. Im Nachhinein war es wohl das nass-kalte Wetter. Das kann sie so gar nicht mehr vertragen. Es wurde noch Blut abgenommen, um Muskel- und Nierenwerte zu prüfen. Diese waren in Ordnung, Leberwerte dafür erhöht - na toll! Es gab eine Dose Heparal, nach 6 Wochen Kontrollblutbild. Leberwerte besser, nochmaliges Kontrollblutbil im Oktober empfohlen. Passt, da muss sie eh geimpft werden. Durch einiges Rumtesten habe ich wirklich festgestellt, dass sie nasskaltes Wetter und Zugluft am geschwitzten Rücken überhaupt nicht mehr ab kann! Dann läuft sie sofort klamm, verhalten, unrund. Aber immer nur unter'm Sattel, an der Longe immer gut. Das Longieren war eh schon immer ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Aber jetzt wird es mindestens zweimal wöchentlich in die Arbeit eingebaut. Hauptaugenmerk ist eh das rückenfreundliche reiten: viel vorwärts-abwärts, longieren oft über Stangen. Sie hat schön aufgemuskelt und es geht ihr gut. Blöde ist nur, dass ich sie jetzt schon - Mitte September - eindecken musste. Eben weil Madam nun so pingelig mit dem Rücken geworden ist. Und eine Back-On-Track-Decke gehört nun zu unserem Inventar. Vor'm Reiten geht sie mit dem Deckchen in die Führanlage ist dann schon schön warm, wenn der Sattel draufkommt und wir mit dem Reiten beginnen. So klappt's bestens. Und ich führe Tagebuch seit dem Besuch in der Klinik. Schreibe auf, was wir gemacht haben und vor allem, wie das Wetter war. So kam ich auch auf die Sache mit dem Wetter.

Sodele, nun haben wir schon 2009 und ich muss mal wieder alles aktualisieren. Anfang Dezember 2008 lahmte Farina plötzlich von einen auf den anderen Tag und das rechte Vorderbein war auch sehr warm und dick. Ich war sofort an Nikolaus in der Klinik. Diagnose: Zerrung des Unterstützungsbands vorne rechts. Na schöne scheiße! Aber zum Glück "nur" eine Zerrung, es waren keinerlei Löcher und Risse auf dem Ultraschall zu sehen. Es gab Metacam und die ersten Tage nur 5 min Schritt auf Asphalt führen und kühlen. Nach 5 Tagen kam der Tierarzt raus zu uns und spritze einen Müller-Wohlfahrt-Cocktail direkt ans U-Band. Zur Unterstützung gab es einen Zinkleimverband. Der Tierarzt wies auf eine evtl. Unverträglichkeit hin, was aber sehr selten sei, eigentlich hätten sie nur sehr gute Erfahrungen damit. Aber es kam wie es kommen musste, Farina war natürlich allergisch auf das Zeugs. Als ich den Verband nach 5 Tagen abnahm (habe natürlich täglich kontrolliert, aber da sah man nichts), war das Bein nach 5 min ofenrohrdick und monsterwarm. Sie war super empfindlich und schon im Schritt lahm. Tierarzt sofort gerufen, der kam auch umgehend. Antibiotika gespritzt, nochmal Metacam und viel kühlen. Es dauerte wirklich Wochen, bis diese dusselige Entzündung der Haut weg war. Bis in den Februar hinein waren immer noch wunde Stellen und Krusten am Bein - echt furchtbar. Anfang Januar waren wir zum ersten Kontroll-Ultraschall, der viel besser war - aber noch nicht gut. Also gab es nochmal eine Müller-Wohlfahrt-Injection. Alles andere weiter wie bisher und weiter das Schritt führen steigern. Das Bisher sah wie folgt aus: täglich pulsierende Magnetfeldgamasche, Back on Track Bandage bzw. hinterher Stallgamasche, erst Magnoflexal dann Magnobuil Spezial von Iwest und anfangs viel kühlen, 2 Blutegel waren auch mal am Bein (und heißen seitdem Willi und Fred und wohnen jetzt bei uns zu Hause im Einmachglas). Bis zum dritten Ultraschall Anfang Februar sollten wir das Schritt führen auf 45 min täglich steigern. Über Weihnachten-Neujahr war ich sogar während meines Urlaubs zweimal täglich am Stall, was Farina sichtlich gut tat. Der Ultraschall Anfang Februar war dann sehr gut, sprich es sah fast so aus, wie es aussehen muss. Aber Tierarzt mahnte zur Vorsicht - also noch weitere 4 Wochen Schritt. Aber zweimal die Woche durfte ich davon reiten. Am 7. März durften wir dann antraben in der Halle (lahmfrei war sie schon seit Anfang Januar). Beginnend mit 1 min Trab, täglich um 1 min steigern. Bei 20 min Trab - also nach ca. 3 Wochen - dann 1 min Galopp dazu. Wieder täglich um 1 min steigern. Da ich selber noch zwischendurch fies krank war, hat alles was länger gedauert. Aber heute - 8.4. - bin ich eine halbe Stunde geritten, sprich 20 min Trab und 10 min Galopp. Ohne Probleme! Seitengänge und enge Wendungen dürfen wir noch nicht, aber das kommt in maximal 2 Wochen. Und das wichtigste ist eh der Heideurlaub Mitte bis Ende Mai - und dem steht nichts im Wege! Da hatte ich am meisten Angst zwischendurch.

Sodele, nun haben wir bereits Juni - und Farina läuft und läuft und läuft (die Tierärzte hatten von Anfang an Recht - Danke an das Ärzte-Team Cronau aus Bochum, wir fühlen uns hier sehr gut betreut und aufgehoben!) ..... Der Heide-Urlaub im Mai war wie immer super! Und dieses Jahr hatten wir auch noch super Glück mit dem Wetter - es war so gut, wie lange nicht mehr, einfach genial! Neben den täglich schönen Ausritten haben wir es uns ansonsten einfach nur gute gehen lassen. Schön in der Sonne sitzen, Eis essen, grillen, Kuchen essen, relaxen, faulenzen - einfach richtig gute Erholung! Und ich bin saufroh, dass ich Ende August nochmal zum Rehrhof fahre. Dann ist es wieder die klassische Weiber-Pferde-Heide-Woche - *yeah*

Ansonsten haben wir noch eine neue Reitlehrerin am Stall, die auch richtig gut ist. Sie ist jung und sehr engagiert, macht wirklich guten Unterricht - das macht auch 'ne Menge Spaß!

Als Ziele haben wir uns nun folgendes gesteckt: Verbesserung der Geschmeidigkeit in den Seitengängen Travers, Renvers ect.pp., endlich fliegender Galoppwechsel und evtl. Galopp-Pirouette, da sie das fast schon von sich aus anbietet, zumindest die Versammlungsbereitschaft - Galopp ist und bleibt einfach unsere Lieblingsgangart!

Soooo - nun haben wir bereits Spätsommer 2010. Viel passiert ist im Bereich Reiten/Pferd nicht in den letzten Monaten. Die fliegenden Wechsel sitzen mittlerweile. Manchmal noch was flott, nicht so schön versammelt, aber die klappen! Klasse! Da sie sich im Galopp so anbietet, haben wir irgendwann ganz spielerisch die Pirouetten dazu genommen. Natürlich nur stückchenweise. Aber sie ist da sehr eifrig bei der Sache.

Während des heißen Sommers haben wir es allerdings langsam angehen lassen. Denn bei mehr als 30°C macht das einfach keinen Spaß. Höchstens mal ein bissl ausreiten. Wobei das manchmal auch so'ne Sache ist. Da haben wir seit 2009 einen Reitweg, der laut Kreis-Auskunft sauteuer war, und der wird nicht gepflegt. Es sind zig Matschlöcher da, die nicht nur einfach ekelig sind, sondern auch ein Stück weit gefährlich. 10 m lang und 20 cm tief mit Schotter und Steinen drin, was man nicht sieht. TOLL! Und sowas darf sich Reitweg nennen! Pah ....

 

So, nun sind wir schon im Dezember 2011 - und das Jahr 2011 hake ich ab - es war reit- und pferdetechnisch ein beschissenes Jahr! Gut, dass wir keinen Heideurlaub gebucht hatten - wir haben ja gebaut - das wäre alles in die Buchs gegangen. Aber der Reihe nach ........ Im Mai fing Farina an zu lahmen. Ich holte die Osteo, die fand was, korrigierte. Abwarten, wie immer. Erst fühlte es sich gut an, war es aber nicht. Das wiederholte sich über den Mai und Juni noch zweimal. Ende Juni/Anfang Juli lahmte sie dann "so richtig". Also fuhr ich mit ihr in die Klinik nach Bochum. Volle Diagnostik mit Leitungsanästhesie, Röntgenbildern, Wärmebildcamera. Ergebnis: Hufgelenkentzündung vorne links. Behandlung: Cortison direkt ins Gelenk, Schritt führen auf geraden, ebenen Boden - keine Weide vorerst. Erste Kontrolle nach 2 Wochen: besser, aber noch nicht gut. Daher zweite Cortisonspritze. Erneute Kontrolle nach weiteren 2 Wochen: Lahmheit wieder schlechter. Also nochmals in die Klinik, nochmals genauer schauen. Ergebnis: ??? Irgendwas im/am Hufbereich. Aber da der nunmal hart und starr ist, kann man da nur schwerlich reinschauen. Wenn ich wissen will, was es ist, muss ein MRT her. HILFE!!! Da musste ich heftig schlucken. Habe aber in den sauren Apfel gebissen. Farina ist erst 16, ich will das wissen. Also fuhren wir am 15. August nach Weilerswist zu Dr. Nolting zum MRT. Und hatten kein so schönes Ergebnis  Knochenumbauprozesse IM Fesselbein und IM Strahlbein. Hinzu kommt eine Aufrauhung am Strahlbein genau da, wo die tiefe Beugesehne entlang läuft. Na toll Behandlung: 2 mal Tildren-Infusion plus 3 x fokussierte Stoßwelle plus anderer Beschlag (geschlossene Eiereisen) und dann ganz viel Geduld!!! Parallel füttere ich noch was von Iwest bei und es gibt täglich die pulsierende Magnetfeldgamsche ans Bein.

Alles in Allem gehen wir nun schon seit 7 Monaten gassi. Und bei der letzten Kontrolle Ende November lief sie immer noch nicht zufriedenstellend. Echt frustrierend! Die Aufrauhung am Strahlbein geht wohl auch nie wieder weg, die wird immer ein Knackpunkt bleiben. Schon echt beschissen! Nächster Kontrolltermin ist im Januar 2012 - sollte sie dann immer noch lahmen, denke ich doch langsam mal näher über die Option des tiefen Nerbenschnitts nach. Mal sehen .......

 

Weiter geht es mit 2012 .... Leider nichts erfreuliches zu berichten.

Mitte Januar war erneute Kontrolle - leider immer noch nicht gut. Einmal eine Anästhesie in den betroffenen Bereich gespritzt und sie lief gleich ganz anders. Damit war es klar, ich hatte viele Wochen Zeit, um mich für den Nervenschnitt zu entscheiden.

Am 26. Janaur brachte ich Farina nach Bochum, am 27. wurde sie operiert. Die OP an sich ist gut verlaufen. A B E R .... *seufz* Beim Aufwachen/Aufstehen nach der Narkose, ist sie einmal kurz vorne auf die Karpalgelenke gefallen. Nicht mal dolle und die TÄ in Bochum lassen die  auch nie alleine beim Aufwachen/Aufstehen. 1000 mal geht so was gut - wir waren natürlich der 1001 Fall!!!! Sie ist so unglücklich aufgekommen, dass einer der kleinen Knochen im Karpalgelenk einen Haarriss hatte. Sie hatte gut Piene, wollte ein paar Tage kaum laufen. Somit blieb sie auch nicht 5 Tage nach der OP in der Klinik sonder 13 Tage. Dann durfte sie eeeendlich heim. Und fühlte sich zu Hause auch durch aus viel wohler.

Eine Weile ging es in ihrem Rahmen ganz gut. Die TÄ kamen regelmäßig mindestens einmal die Woche. Das Gelenk knackte irgendwann irgendwie ganz komisch, was die TÄ jedoch eigentlich nicht weiter beunruhigte. Mitte/Ende Februar ging es ihr dann plötzlich sehr schlecht, sie wollte sich kaum bewegen. Belastungsrehe des anderen Vorderbeins - der Supergau!!! Die TÄ waren 10 Tage lang täglich bei uns am Stall. Rein äußerlich ging es ihr nach 3 Tagen deutlich besser. Aber Rehe ist tückisch - sehr tückisch! EIne Sehne war auch überbelastet. ALso gab es ANgussverbände, gepolsterte Hufe ect. pp.

Eine THP kam, wir setzen Blutegel an die Beine, was auch gut anschlug. Ihr ging es besser - aufatmen. Insgesamt spritzen wir - ich und die TÄ, die lange täglich, dann alle 2 Tage kamen - 16 Tage 2 mal täglich Heparin. Nach 14 Tagen kam die THP erneut - wieder Blutegel. Wir setzten sie immer an das linke Karpalgelenk und an das rechte Bein an die Sehne, da die auch überlastet war. Es war schön zu sehen, wie die kleinen fleißigen Helferlein sich die STellen suchten, die sie für richtig befunden haben. Hier ein paar Bilder:

 

Gut 3 Wochen ging es ihr dann - immer in ihrem Rahmen! - besser. Sie war recht munter, genoss das tägliche putzen, giftet ordentlich rum. Kontrollröntgen ergab jedoch, dass dieser blöde Haarriss im Knochen des Karpalgelenks einfach nicht heilen wollte. Trotz Blutegel, pulsierende Magnetfeldgamasche und Zusatzfuttermittel. SHIT!

Herr Cronau aus Bochum schlug dann fokussierte Stoßwelle vor. Man wüsste nicht warum manches nicht heilen wollte und warum die Stoßwelle oft helfen würde, er hätte aber sehr gute Erfahrungen damit gemacht. ALso nahmen wir das in Angriff. Am 20. März gab's die erste Sitzung - weitere sollten im wöchentlichen Abstand folgen. Sollten - eigentlich - dazu kam es leider nicht mehr.

Freitag, 23.März ging es ihr noch gut, sie war munter wie gehabt. Samstag war sie mir schon irgendwie komisch beim Putzen, ruhiger. Klnik angerufen, TA kam abends. EInen rechten Reim konnte er sich nicht machen, sie war aber auch im Gesamten immens verspannt. Er spritze was für die Muskulatur und nochmals Schmerzmittel iv - wobei ich erwähnen muss, dass sie die ganze Zeit seit der OP 2 mal täglich Metacam bekam. SIe wurde langsam munterer, ich fuhr nach Hause.

Sonntag am STall gleich wieder in Bochum angerufen - ihr ging es sehr schlecht. Herr Bangen opferte seinen freien Nachmittag, kam zusammen mit Frau Ihmels. Zusammen machten wir wieder Röntgenbilder der Zehen. Der erste Reheschub hatte eine Hufbeinsenkung von 6 mm rechts zu Folge gehabt. Damit hätte sie leben können.

Sie wurde wieder auf Polster gestell, Heparin und Schmerzmittel iv, rundrum Röntgenbilder der Zehen. Mir schwante nichts gutes. ABends zu Hause war ich schon sehr betrübt - nicht das erste Mal, aber da war es massiv. Ich hatte Angst und ein mehr als ungutes Gefühl.

Montagmorgens, 26.3. rief ich meine THP an, ob sie kurzfristig Zeit und Egel hätte. Hatte sie beides, wir verabredeten uns für nachmittags 16.00h. Gegen 10.00h klingelte mein Telefon - Herr Cronau aus Bochum. Hufbein hatte sich wieder bewegt, er käme auch um 16.00h. Der Tag zog sich endlos hin bis 16.00h....

Ich kam gleichzeitig mit meiner THP am STall an. Wollte Farina aus der Box holen - keine Chance. Da war es klar - bis  hierhin und nicht weiter. Ich rief meinen Mann an, er sollte kommen. Schickte die THP wieder heim. Sagte unserem SB bescheid.

Herr Cronau kam um 16.30h - schon mit sehr ernstem Gesicht. Er zeigte mir die Bilder am Laptop - verheerend. Das war der letzte Gang.....

Eigentlich wollte ich sie gerne draußen einschläfern lassen. Aber trotz hoher Dosis Morphium plus Lokalanästhesie direkt am Bein, bekamen wir sie nicht aus der Box. Also erlösten wir sie dort - war nichts zu machen. Es war schlimm, sehr schlimm. Aber ich war es ihr schuldig, sie hatte lang genug gelitten. Es ging ganz schnell, war auf seine Art sanft, ich war bis zum letzten Atemzug bei ihr.

Es tat weh - es tut jetzt noch weh - mehr als 1/2 Jahr danach, wo ich diese Zeilen endlich aufschreibe. Noch immer bin ich tief traurig, wenn ich an Farina denke. Sie war 15 Jahre bei mir - ich kannte sie von klein an - wir sind durch dick und dünn gegangen. Das Loch war riesig, was sie hinterließ...... Man soll sich zwar an die schönen Zeiten erinnern, aber erstmal ist das nicht so einfach. Noch immer nicht.

 

Dabei war von Anfang an klar, ohne Pferd ging für mich gar nicht!!!! Niemals! So streckte ich schnell die Fühler aus, suchte was neues. Jung sollte es wieder sein, das stand feste. Und ich hatte so viel Glück bei der Pferdesuche! Einen einzigen Tag sind wie durch Niedersachsen gefahren. Habe Pferde ausprobiert und angesehen.

Und da war sie dabei - LAVINIA!!!! Die neue!

4 jährig - Fuchsstute (keinen Kommentar bitte!) - roh, direkt vom Züchter - Londontime x Don Bosco - über ein paar Ecken gefunden

Es war Liebe auf den ersten Blick - auch wenn es kein Fuchs gewesen wäre. Sie kam und es machte PENG!

Nach einer etwas turbulenten AKU kam sie am 21. APril zu uns. Es war eine krasse Umgewöhnung. Aber sie ist ein Schatz! Sie tut gut, einfach nur gut. Mit ihrer Hilfe habe ich die Freude am Partner Pferd wieder gefunden, die Unbeschwertheit, die Leichtigkeit, das Tolle am Pferdesport!

Ganz langsam gewöhnten wir uns aneinander. Erstmal führen üben - wer geht mit wem??? Putzen, anbinden, spazieren gehen, Hufe geben, Beine abspritzen.

Dann nach ca. 4 bis 6 Wochen das erste Longieren. Erst mit Kappzaum, dann mit Trense und Doppellonge. Alles kein Problem. Sie hat Nerven wie Drahtseile. Es gibt nichts, was sie wirklich erschreckt. Und wenn ihr doch mal was unheimlich ist, gehen wir gemeinsam gucken, sie beißt in der Regel rein und dann ist der Drops gelutscht.

Im Sommer ging sie mit der Herde ganztags auf die Weide, sie durfte noch so richtig Pferd sein. Seit August haben wir ganz langsam mit dem Reiten begonnen. Auch hier ist sie mehr als nervenstark - manchmal auch ein bissl dicknervig - darf sie. Sie kennt den Busch - meistens noch mit mir zu Fuß, einmal auch als Ausritt bei tollem Herbstwetter. Sie kennt den Hänger, sie ist artig beim Schmied, sie durchwühlt gnadenlos jede Jackentasche nach Leckerlis. Sie trabt und galoppiert über Planen, sie steigt auf's Podest, ein großer Ball kann sie nicht schocken. Sie wird ein Verlasspferd - ich habe Schwein gehabt ohne Ende und bin so froh, diese Züchter gefunden zu haben. Toll!

 

Hier nun ein paar Bilder und ein Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=yiSvcxY3D_A

 

 

 

 

 

 

 

 
 



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