Canada

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Canada! Ein Traum wurde wahr - mein Traum wurde wahr! Waaahhhnsinn!

Aber der Reihe nach. Im Spätsommer 2003 stolperte ich durch Zufall im Internet über folgende Homepage www.beaverguestranch.com Sofort war ich hin und weg! Von Ranchurlaub träumte ich doch schon sooooo lange. Ich den Link schnell meiner ebenfalls pferdeverrückten Freundin Christine nach München gemailt (mit der wir auch immer in der Heide Urlaub machen). Die fand's auch direkt klasse! Aber was würden die nicht-reitenden Männer sagen? Ihrer war recht schnell bei der Sache - aber dann bitte zu viert. Meiner zierte sich recht lange. Kurz vor Weihnachten 2003 gab er dann klein bei. Wenn's mein Wunsch sei, dann sollte ich mich mal drum kümmern! Yeah! Über den Jahreswechsel 2003/2004 waren Christine und ihr Thomas dann 4 Tage bei uns zu Besuch und wir Frauen planten unseren Urlaub, surften viel durch's Internet, suchten Unterkünfte etc.pp.

Und im Endeffekt kam folgendes bei raus:

24.09. bis 27.09.2004 Vancouver

27.09. bis 05.10.2004 Beaver Guest Ranch

05.10. bis 07.10.2004 Jasper Nationalpark

07.10. bis 09.10.2004 Banff-Nationalpark

Flüge und Mietwagen haben wir über's Reisebüro gebucht, den Rest haben wir komplett über's Internet gefunden und gebucht. Und witzigerweise sind wir außer in Vancouver überall bei deutschen Aussiedlern gelandet. Wie gesagt, war aber Zufall, das Objekt hat jedesmal den Ausschlag gegeben. Denn für mich hieß Canada = Blockhaus!

Die ersten Tage in Vancouver waren eher laut und hektisch. Vancouver ist halt eine typische Großstadt und wir haben auch mitten in Downtown gewohnt. Und zwar hier www.ocanadahouse.com Ein altes victorianisches Haus, liebevoll renoviert und authentisch eingerichtet. Aber Vancouver ist eine sehr saubere Stadt, man sieht kaum alte Autos z. B. Einen Tag sind wir mit den Trollis unterwegs gewesen - eine wirklich gelungene Sache. Ein Bussystem typisch für Touristen. Für can.$ 28,- pro Person kann man den ganzen Tag mit diesen Bussen durch die Stadt fahren. Man kann ein- und aussteigen, wo es einem beliebt und bekommt von den immer freundlichen Fahrern noch eine Menge an Informationen. Wirklich klasse für Touristen. Den zweiten Tag haben wir kurzentschlossen einen Mietwagen gebucht und sind in die nördlichen Randbezirke Vancouvers rausgefahren, haben gepicknickt an der Horseshoebay und es uns einfach gut gehen lassen.

Dann ging es am 27.09. weiter mit dem Flieger nach Kamloops, wo uns Mario von der Ranch schon erwartete. Auf der gut 2-stündigen Fahrt von Kamloops zu Ranch quatschten wir viel, beschnupperten uns. Und eigentlich war man sich sofort sympathisch! Denn das ist das tolle bei Mario und Betina auf der Ranch: man fühlt sich direkt wie bei guten Freunden, wie zu Hause. Die Ranch ist liebevoll, gemütlich und doch comfortabel eingerichet, es fehlt an nichts. Jeden Abend brannte der Kaminofen - auch passend zum typischen Blockhaus. Sie liegt auf ca 1200m in der Nähe von 2 Seen: Deka Lake und Sulphurous Lake. Einen Tag sind wir auf einen der umliegenden Hügel geritten und hatten einen tollen Blick auf beide Seen (Bild hier unten rechts). Auf der Ranch waren natürlich hauptsächlich Outdoor-Activities angesagt! Klar, wir Frauen wollten reiten - und sind voll auf unsere Kosten gekommen. Einen Tag ist Thomas sogar mit ausgeritten - und oh wunder, es hat ihm sogar gefallen.

                          

Es sei eindeutig bequemer als die ganzen Strecken zu Fuß zu wandern *grins* Da er aber leider auch allergisch gegen Pferdehaare ist und lieber auch andere Sachen machen wollte, ist es bei dem einen Male geblieben. Die Männer sind in der Zeit, wo wir Frauen mit Mario und den Pferden unterwegs waren täglich mit dem kleinen Motorboot auf dem Deka-Lake zum Angeln unterwegs gewesen. Auch wenn sie nicht sonderlich erfolgreich waren, haben sie auch ihren Spaß gehabt und sind jeden Morgen wieder voll Erwartung rausgefahren. Nachmittags haben wir oft was gemeinsam unternommen. Einen Tag ging es auf eine Büffelranch. Schon sehr imposant die Tiere! Verdammt groß! Und abends waren wir in einem Pub. Da war mehr oder weniger deutscher Stammtisch angesagt. Denn in der Gegend wimmelt es nur so von deutschen Auswanderern. Auch Promis kann man dort durchaus treffen (Karl Dall, Jörg Kachelmann, Ottfried Fiescher, Hans-Joachim Stuck sind alles mehr oder weniger Nachbarn dort). Der Pub war klasse, so wie wir uns ihn vorgestellt haben. Einen anderen Tag haben wir einen Ausflug zu Wasserfällen gemacht. Auf dem Weg dorthin lief uns auch ein Schwarzbär vorm Auto her. Die gibt es oft dort in der Gegend. Man muss aber eigentlich keine Angst davor haben, es sind sehr scheue Gesellen. Weißkopfseeadler haben wir eigentlich auch fast jeden Tag gesehen - die Männer haben sogar welche ganz in der Nähe beim Fischen gesehen. Das Kanufahren war auch immer wieder eine wucht. Auf den Seen war es eh mit am schönsten. Wahnsinn, diese Ruhe dort! Man ist eins mit sich und der Natur. Diese Stille - unvergleichlich! Und dann hatten wir noch Glück - es war fast immer windstille. Die Seen waren wie Spiegel, man konnte kaum das Ufer erkennen. Hier konnte man wirklich total entspannen und sich erholen. Sehr beeindruckend! Wie fast den ganzen Urlaub hatten wir hier auch super Glück mit dem Wetter. Altweibersommer vom allerfeinsten. Nachts oft leichter Frost, morgens leicht nebelig, viele Spinnweben halt, nachmittags mit bis zu 18°C schön angenehm, dann wieder sternenklare Nacht.

Und Mario gab eigentlich erst Ruhe, wenn er uns den ganzen Tag betüddeln und Activities bieten konnte. Wenn wir mal einen Nachmittag relaxen und auf den Sonnenliegen im Garten ausspannen wollten, fragte er dreimal ungläubig nach, ob wir auch wirklich nichts mehr unternehmen wollten. Man ist wirklich sehr gut bei den beiden aufgehoben, sie geben sich sehr viel Mühe. U.a. schlägt sich diese Mühe auch auf den Hüften nieder *seufz* Denn nach reichhaltigem, gutem Frühstück, Sandwiches am Mittag, Kaffee und Kuchen am Nachmittag und einem immer leckeren, warmen Abendessen rollt man förmlich nach Hause. Die Rundumversorgung auf der Ranch ist wirklich klasse - kein Wunsch bleibt offen. Und man merkt Mario und Betian an, dass sie ihren Lebenstraum verwirklicht haben - toll!

               

Aber auch die Tage auf der Ranch vergingen und unsere Reise ging weiter. Am 05.10. brachte Mario uns zurück nach Kamloops, wo wir den Mietwagen übernahmen. Auf ging's nach Jasper in den Nationalpark. Das war unsere Unterkunft  http://www.gingerbreadcabin.net/germancabin.html Wirklich ein Knusperhäuschen. Die Fahrt dorthin war schon sehenswert. Die Rocky Mountains sind schon einmalig, wirklich nicht vergleichbar mit den Alpen. So schön, so steil, so schroff und doch wieder so weitläufig. Leider hatten wir dort nicht so viel Glück mit dem Wetter. Einen Tag war es recht verregnet. Aber eigentlich tat das dem Ganzen auch nicht wirklich viel Abbruch. Klar, schönes Wetter wäre besser gewesen. Aber man kann es ja nicht ändern. Im Jasper-NP haben wir fast auf jeder Autofahrt Wapiti-Hirsche gesehen. Einmal sogar röhrende Böcke, die sich um eine Herde Kühe stritten. Im Endeffekt lief der Verlierer direkt an unserem Auto vorbei - wahnsinn! Abends waren wir noch in einer heißen Quelle baden - sehr entspannend (und wir sparten die Dusche im recht kleinen Bad im Knusperhäuschen).

        

Auf dem Weg nach Banff am 07.10. kamen wir an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Das herausragendste war aber mit Sicherheit das Columbia Icefield. Hier treffen 6 Gletscher aufeinander. Das ganze Icefield hat eine Fläche von mehr als 300m² und ist das größte in den gesamten Rockies. Mit extra Bussen kann man auf den Ausläufer fahren. Dort kann man auf einem abgesteckten Areal herumlaufen. Man steht auf über 300m dickem Gletschereis - kaum vorstellbar! Es sieht riesig aus. Und doch ist es nur der kleine Ausläufer des gesamten Icefields. Man kommt sich klein und unbedeutend vor. Auch auf der Weiterfahrt sieht man immer wieder Gletscher auf den Bergen - absolutes Hochgebirge. Zum Beispiel musste die gesamte Region im Sommer 2001 von Ende Juli bis Mitte August mehr als 2 Wochen gesperrt werden - zu viel Neuschnee täglich!

Die letzte Etappe endete hier www.ferienhaus-privat.de/500021 Leider war das Haus recht weit außerhalb vom Banff-NP, so dass wir einen Tag lapaloma gepfiffen haben und es ruhig haben angehen lassen. Denn am letzten Tag auf dem Weg zum Flughafen nach Calgary kamen wir noch an alles Sehenswürdigkeiten im Banff-NP vorbei. Und da unser Flieger erst abends um 17.50h abflog, hatten wir auch noch genug Zeit für alles. Leider hat es an diesem letzten Tag auch sehr geregnet - ja förmlich geschüttet. Als wir nachmittags am Flughafen ankamen, waren es 5°C und Dauerregen. Als wenn Petrus uns raus und nach Hause ekeln wollte!

FAZIT: Ein super-turbo-ober-affengeiler Urlaub! Natur pur - Erholung total! Und natürlich ist er da, der Canada-Virus! Ich will wieder hin! Logisch! Aber auch Thomas hat es so gut gefallen, dass er direkt einräumte, nächstes Jahr evtl. wieder eine Woche bei Mario und Betina zu verbringen. Es war soooooo schööööööön!!!!!!!!! Und ich hoffe sehr, dass wir bald wieder hinfliegen werden!

 



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